Morgenandacht 07.09.2026: Jahwe Jireh – Gott sieht und versorgt
Gebetswoche
Wir beten vom 07.09. bis zum 10.09. durchgehend zusammen vor Ort. Klinke dich gerne mit ein. Es sind noch Plätze frei: https://signup.24-7prayer.com/signup/42bdc7/
Abends treffen wir uns um 19:30 Uhr im Caféwerk und beten zusammen.
Auch darüber hinaus machen wir uns mit anderen eins und wollen von zuhause aus beten.
Schwerpunkte
Diesmal wollen wir uns die Namen Gottes anschauen und darin beten. Wir glauben, dass hier eine Kraft darin liegt, weil wir das beten, was Gott ist.
- Montag: Jahwe Jireh (der Herr versorgt)
- Dienstag: Jahwe Rapha (der Herr heilt), Jahwe Schalom (der Herr ist Friede)
- Mittwoch: El Schaddai (der allmächtige Gott), Jahwe Nissi (der Herr ist mein Banner und Sieg)
- Donnerstag: Jahwe Zebaoth (der Herr der himmlischen Heere)
Andacht
Kennst du das? Du weißt, was dein nächster Schritt sein soll. Aber du hast keine Ahnung, wie du das hinbekommen sollst?
So muss sich Abraham auf dem Weg zum Berg Moria gefühlt haben. Neben ihm läuft sein Sohn Isaak. Das Holz haben sie dabei, ebenso das Feuer und das Messer. Nur das Opfertier fehlt.
Irgendwann stellt Isaak die Frage, die bestimmt schon lange zwischen ihnen steht:
„Wo ist aber das Lamm zum Brandopfer?“
Abraham antwortet:
„Mein Sohn, Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen!“
1Mo 22,8
Abraham sieht noch keinen Widder. Er hat auch keinen Plan B im Rucksack. Trotzdem geht er weiter. Im Hebräerbrief lesen wir sogar, dass Abraham Gott die Auferweckung Isaaks zugetraut hätte. Er wusste nicht, wie Gott sein Versprechen erfüllen würde. Aber er vertraute darauf, dass Gott einen Weg hat. Siehe Hebr 11,17-19.
Erst als Abraham zeigt, dass er wirklich bereit ist, seinen Sohn zu opfern, entdeckt er den Widder. Die Versorgung war schon da. Sie wurde nur erst im richtigen Moment sichtbar.
Abraham nennt diesen Ort Jahwe Jireh: Der HERR wird ersehen. Der HERR wird dafür sorgen.
Jireh hat mit Sehen zu tun. Gott sieht weiter als wir. Er sieht nicht nur den Mangel, der gerade vor unseren Augen steht. Er sieht den ganzen Weg und weiß, was wir brauchen werden.
Wir wollen es andersherum, dass Gott zuerst alles bereitstellt. Genug Geld. Eine offene Tür. Die richtigen Leute. Eine Garantie, dass nichts schiefgeht. Dann könnten wir vertrauensvoll losgehen.
Gott arbeitet so gerne anders, wie bei Abraham. Wir machen uns im Gehorsam auf den Weg und erst dann erleben wir die Versorgung.
Die tiefste Spur in dieser Geschichte führt zu Jesus. Isaak muss nicht sterben, weil Gott ein stellvertretendes Opfer bereitstellt. Später wird auf dem Berg Moria der Tempel gebaut, siehe 2Chr 3,1. Und schließlich stellt Gott selbst das Lamm bereit:
„Siehe, das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt!“
Joh 1,29
Jahwe Jireh bedeutet deshalb nicht zuerst: Gott gibt mir alles, was ich gern hätte.
Es bedeutet: Gott sieht meine tiefste Not. Und in Jesus hat er bereits für mich gesorgt.
Fragen für deine Gebetszeit
Wo warte ich noch auf vollständige Sicherheit, bevor ich Gott gehorsam bin?
Und welche Versorgung Gottes habe ich vielleicht übersehen, weil sie anders aussieht als erwartet?
Gebet
Vater, du bist Jahwe Jireh. Du hast schon etwas vorbereitet, was ich noch nicht sehen kann. Vergib mir, wo ich mich mehr auf meine Sicherheiten als auf dich verlasse.
Danke, dass du mir in Jesus bereits das Wichtigste gegeben hast. Zeige mir meinen nächsten Schritt und schenke mir den Mut, den auch zu gehen.
Amen.