Impuls der Woche

Liebe Gemeinde,

wenn wir etwas von Götzen hören, haben wir vermutlich ein Bild vor Augen: Nachdem wir mehrere Predigten gehört haben, sind uns sicher nicht so sehr Statuen in fremdländischen Tempeln oder kerzenbeschienene Figuren in einer dunklen Ecke vor Augen, sondern vielfältige Abarten von Liebhabereien, denen übersteigerter Wert oder Nutzen zugesprochen wird. Aber nicht nur Wert, sondern auch Erwartung und immer auch verbunden damit: Opfer für Segnung, auch eine Investition für erwarteten Gewinn.

Der Einstieg in den Götzendienst: Römer 1, 21: "Obwohl sie Gott kannten, ehrten und dankten sie ihm nicht, sondern haben ihn eingetauscht."
Vorschlag: Zeit nehmen für stilles, bedächtiges Überdenken meines Glaubens.
Was ist mir wichtiger, sogar am Wichtigsten?
Was liegt mir am meisten am Herzen?
Was sollte ich abschaffen, unbedingt?
Wohinein investiere ich und werde nicht darüber sprechen?

Ein seltsames Beispiel fiel mir ein: Pünktlichkeit. Eigentlich eine Tugend, die zur Qual wird, wenn mein Bus nur stündlich fährt. Ich komme 55 Minuten zu früh oder 5 Minuten zu spät. Gefragt sind Geduld (Frucht des Geistes), Nachsicht, Liebe. Nichts davon kann Götze werden, dachte ich mir.

*Bis Sonntag, Waldemar*

Beitrag teilen