Impuls der Woche
Liebe Gemeinde,
in den letzten Tagen musste ich viel über den Epheserbrief nachdenken,
besonders über die ersten Kapitel.
Paulus schreibt dort an Menschen, die gemeinsam Gemeinde bauen, Verantwortung tragen und sich investieren. Und bevor er über Aufgaben, Dienste oder Herausforderungen spricht, erinnert er sie zuerst daran, wer sie in Christus sind.
Denn im Alltag von Gemeinde kann man schnell anfangen, nur noch zu organisieren, zu planen und zu funktionieren. Aber Paulus richtet den Blick zuerst auf das Fundament: Wir sind geliebt, erwählt und begnadigt durch Jesus Christus. Nicht, weil wir alles perfekt machen, sondern weil Gott uns zuerst geliebt hat.
Und aus dieser Gnade heraus entsteht Gemeinde.
Nicht als menschliches Projekt oder bloße Organisation, sondern als geistliche Familie, in der Jesus selbst das Zentrum ist. Menschen mit unterschiedlichen Geschichten, Persönlichkeiten und Gaben kommen zusammen, verbunden durch einen Herrn, einen Glauben und eine Hoffnung.
Paulus schreibt davon, dass Christus Mauern eingerissen und Menschen zu einer Familie gemacht hat. Ich glaube, genau darin liegt auch heute noch eine besondere Kraft der Gemeinde: Dass wir lernen, nicht nur nebeneinander zu arbeiten, sondern gemeinsam geistlich unterwegs zu sein.
Gerade auch unsere aktuelle Predigtserie kann uns dabei helfen, neu auf unser eigenes Herz zu schauen. Vielleicht gibt es Dinge in unserem Leben, die unbemerkt den Platz eingenommen haben, der eigentlich Gott gehört. Dinge, von denen wir Identität, Sicherheit oder Erfüllung erwarten.
Der Epheserbrief erinnert uns daran, Christus wieder neu ins Zentrum zu stellen und uns von allem zu lösen, was zwischen uns und Gott stehen möchte.
Darum wünsche ich mir für uns, dass Jesus immer unser Zentrum bleibt. Dass wir einander zuhören, füreinander beten, gemeinsam tragen und gemeinsam erwarten, dass Gott noch mehr tun möchte.
Denn wenn Christus das Fundament bleibt, entsteht Einheit. Dann entsteht echte Liebe füreinander. Und dann entsteht Gemeinde, die Menschen verändert.
Bis Sonntag, Besim