Impuls der Woche
Liebe Gemeinde,
ein Eindruck aus dem letzten Gottesdienst ist mir besonders nachgegangen: Jesus hat unsere Scham und unsere Schuld auf sich genommen.
Schon ganz am Anfang der Bibel sehen wir, wie Scham in das Leben der Menschen kommt. Nach dem Sündenfall im Garten Eden erkennen Adam und Eva ihre Blöße und verstecken sich vor Gott. Sie haben Scham vor Gott zu treten.
Da rief Gott der HERR den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? - 1. Mo. 3,9
Gott fragt das nicht, weil er Adam nicht finden konnte. Gott wusste genau, wo er war. Es ist vielmehr eine Frage an sein Herz: Wo stehst du innerlich?
Schon hier sehen wir das Herz Gottes. Er sucht die Gemeinschaft mit seinen Geschöpfen. Selbst nach dem Sündenfall geht Gott dem Menschen nach.
Und noch etwas Bemerkenswertes passiert: Und Gott der HERR machte Adam und seiner Frau Röcke von Fellen und bekleidete sie.“ - 1. Mo. 3,21
Gott selbst bedeckt ihre Scham. Der Mensch versteckt sich, aber Gott sorgt für eine Bedeckung. Das weist schon auf das hin, was später durch Jesus Christus vollkommen geschieht… Gott ist immer derselbe! Am Kreuz nimmt Jesus unsere Schuld, unsere Scham und unser Versagen auf sich. Er bedeckt das, was wir selbst nicht bedecken können.
Vielleicht gibt es auch in unserem Leben Dinge, für die wir Scham empfinden. Worte, Gedanken oder Verhalten, auf die wir nicht stolz sind. Doch Gott ruft auch heute noch: Wo bist du? Wo stehst du innerlich? Hast du verstanden, dass ich dich Suche, nach dir Ausschau halte, deine Scham bedecken will?
Jesus lädt uns ein, mit allem zu ihm zu kommen. Dort, wo wir ehrlich werden, beginnt Heilung. Dort wird Scham bedeckt und Schuld vergeben.
Bis Sonntag, Besim