Impuls der Woche
In den Riss treten – weil Gott alles neu macht
Kennt ihr das auch? Bevor man das Gute sieht, fallen zuerst die Risse ins Auge: In Beziehungen, in Familien, in unserer Stadt oder sogar in uns selbst. Risse stehen für Zerbruch, Spannung und offene Fragen. Und doch hat uns die Predigt am Sonntag an etwas Entscheidendes erinnert: Gott sieht in diesen Rissen keine Hoffnungslosigkeit, sondern Räume für Seine Erneuerung.
Die Jahreslosung spricht uns Gottes Zusage zu: „Siehe, ich mache alles neu.“ Das bedeutet nicht, dass Gott alles wegwirft, sondern dass Er das Vorhandene verwandelt. Genau hier kommt unsere Verantwortung ins Spiel: Wir sind eingeladen, in den Riss zu treten – im Gebet, in Fürbitte, im Glauben. Nicht aus eigener Kraft, sondern im Vertrauen darauf, dass Gott handelt.
Wer in den Riss tritt, baut eine Brücke zwischen Gottes Möglichkeiten und der Realität dieser Welt: für Menschen, die müde geworden sind oder nicht mehr glauben können, für Situationen, die aussichtslos scheinen. Diese Haltung verändert unseren Blick. Wir sehen Risse nicht mehr nur als Problem, sondern als Einladung, dass Gott hier neu wirken möchte.
Lasst uns gemeinsam Menschen sein, die hinschauen und dann durch das Gebet in den Riss treten.
Weil Gott alles neu macht, treten wir in die Risse dieser Welt.
In diesem Sinne, viel Segen
Euer Pastor Jens Martin