“Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.” (Epheser 2,10)
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ACHTUNG: Wegen der starken Schneefälle und der Warnung des Wetterdienstes treffen wir uns an dem letzten Abend der Gebetswoche nicht vor Ort im Caféwerk, sondern um 19:30 Uhr über Zoom:
us02web.zoom.us/j/83726899002
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Liebe Gemeinde,
es ist Donnerstagnachmittag. Zu zweit klingeln wir an einer Bordelltür in Heimfeld. Eigentlich wären wir erst in zwei Wochen wieder hier gewesen, aber weil bei einem anderen Bordell niemand die Tür aufgemacht hat, haben wir uns entschlossen, es auch heute hier zu probieren. Zwei Südamerikanerinnen laden uns in ihr Zimmer ein. Spanisch! Darauf waren wir nicht vorbereitet. Wir haben uns heute auf Rumänisch und Thai eingestellt. Aber zumindest hatten wir ein Neues Testament auf Spanisch dabei. Enttäuscht stellt eine der Frauen fest, dass es nicht das Buch der Psalmen enthält. Mit meinen wenigen Brocken Spanisch frage ich sie, was denn ihr Lieblingspsalm sei. Die beiden schauen sich an und beginnen den Psalm 23 in ihrer Muttersprache zu zitieren. Flüsternd bete ich auf Deutsch mit…”mir wird nichts mangeln”...
Es entwickelt sich ein wunderbares Gespräch, in dem das Wort Gottes als Übersetzungshilfe dient - wir alle vier finden darin immer wieder Zuflucht. Wir tauschen Nummern aus und sie bedanken sich herzlich. Jesus war spürbar anwesend in diesem Bordellzimmer und es hat sich angefühlt wie ein Hineintreten in eine Begegnung, die Gott vorbereitet hat. Diese Begegnungen bringen meine Augen zum Strahlen. Und ich sehe das gleiche Strahlen in den Augen derer, die bei “Ready for Jesus” betend, sprechend, lächelnd die Harburger Innenstadt daran erinnern, dass es einen lebendigen Gott gibt.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Gott Werke für 2026 vorbereitet hat, in die wir hineingehen können, die über unsere vier Wände hinausgehen.
Gespräche beim Abholen von der Kita, die körperliche Heilung eines Kollegen, Begegnungen bei geplanten Einsätzen im Rotlicht und in der Lüneburger Straße, das Nachbarschaftsfest im Sommer. Es ist unsere Aufgabe und unser Privileg, diese Begegnungen betend vorzubereiten.
Liebe Grüße, Mareike
## Fragen zum Weiterdenken & Beten
Erinnerst du dich an einen “strahlende Augen”-Moment in deinem Leben? Als du gespürt hast ,“diese Begegnung hat Gott vorbereitet und ich durfte einfach mitmachen”?
Danke Gott dafür und bete für die Person(en), mit denen du in Kontakt warst.
Frage Gott nach einem Dienst/einer Personengruppe über unsere Kirchenwände hinaus, für die du betend eintreten sollst - und tu es :)
Was sind deine Gefühle, wenn du daran denkst, andere mit Gottes Liebe zu erreichen: Freude, Enttäuschung, Verletzung, Gleichgültigkeit, Scham? Bring diese Gefühle aufrichtig vor Gott und bitte Ihn um das, was du brauchst.